Die „Droge“ Pferd – warum die Pferdewelt einen komplett verschluckt

Ich finde ja, Pferde sind wie „Drogen“. Hat man einmal damit angefangen, kommt man nicht wieder los und will immer mehr. Ja! Tatsächlich ist das so. Bei mir zumindest.

Wie (fast) jedes kleine Mädchen, habe ich schon damals jegliche Reiter, die ich gesehen habe mit ganz großen Augen angesehen. Und jedes Mal, wenn ich Pferde auf irgendeiner Koppel habe stehen sehen, war das für mich wie eine andere, unerreichbare Welt. Leider hat es sich nie ergeben, dass ich Reiten lernen durfte und hatte demnach auch nie näher mit Pferden zu tun und dennoch haben sie immer eine unglaubliche Faszination auf mich ausgeübt.

Nun endlich hat sich mein Traum erfüllt. Und das seit Kurzem sogar mit zwei Pferden. Und was soll ich sagen? Ich bin irgendwie vollkommen in die Pferdewelt mit eingetaucht. Hier gibt es kein „Wenn“ und „Aber“, kein „nur ein bisschen“. Nur volle 100 Prozent! Entweder ganz oder gar nicht. Ich wurde schon so oft gefragt, ob ich denn mit meinen zwei Pferden keine Reitbeteiligung suche. Als Entlastung. Nein, suche ich definitiv nicht. Will ich nicht. Möchte ich nicht. Brauche ich nicht. Ich WILL jeden Tag meine „Droge“ Pferd. Ich will jeden Tag bei ihnen sein. Es ist für mich auch keine Arbeit oder Stress in dem Sinn. Natürlich gibt es auch bei mir Tage, an denen ich lieber im Bett bleiben würde, aber bin ich erst einmal bei meinen Pferden, bin ich heilfroh drum und möchte es nicht missen.

Aber die „Droge“ Pferd beeinflusst ja nicht nur uns selbst. Sondern auch unsere Familie und explizit auch die Freunde und Ehemänner. Fast jedes Wochenende sieht man bei uns im Stall die Frauen um ihre Pferde tanzen und die Männer schlurfen hinterher. Das ist einfach so. Hat man ein eigenes Pferd, wird jeder in diese Welt mit hinein gezogen. Es lässt sich kaum vermeiden. 

Aber das faszinierende ist ja, dass die Männer irgendwann auch Gefallen an den Vierbeinern bekommen und sich auch dafür interessieren. Und plötzlich holen sie die Pferde ganz mutig von der Koppel, putzen sie ganz stolz und kurze Zeit später führen sie schon heimlich „Monologe“ mit ihrem „großen Buben“. 

Man kann es nicht leugnen. Unsere Begeisterung und Hingabe zum Pferd färbt einfach ab. Und schwupps wird eben auch die Familie in die Pferdewelt hinein gezogen. Wie soll man sich auch dagegen wehren?! Das Pferd ist schließlich überall. Nicht nur im Stall. In der Wohnung liegen auf einmal Schabracken und Gerten, das Auto riecht nach Pferd und dient als mobile Sattelkammer, die Klamotten im Schrank sind voller Haare und selbst auf der Bürokleidung entdeckt man noch das ein oder andere kurze Haar.

Ihr seht also. Man kommt nicht so leicht heraus aus dem Thema Pferd. Und sowieso drehen sich alle Gesprächsthemen nur noch um den vierbeinigen Liebling. Und die Wochenenden? Die sind nun mit Turnieren, Kursterminen oder anderen pferdigen Themen belegt. 

Und? Wie geht es euch so? Erkennt ihr euch hier vielleicht ein bisschen wieder? Ist euer Pferd auch wie eine „Droge“ für euch oder ist und bleibt es „nur“ ein Hobby? W

Wie immer ist dieser Post mit einem kleinen Augenzwinkern geschrieben, aber so ganz unwahr ist es ja alles nicht… 😉 

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2 comments

  1. Ja, das kenne ich. Meine Eltern waren nie begeistert von Pferden, aber wenn sie mitkommen, wenn ich mit dem Pferd spaziere, halten sie es auch sogar jetzt schön öfters:)

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