Dusty zieht um!

Huiiii, damit hatte ich so schnell eigentlich nicht gerechnet! Die kleine Dusty zieht um – und zwar zu mir in den Stall! 😯  :mrgreen:

Aber erst einmal von Anfang an, denn nicht alle von euch werden Dusty kennen. Dusty ist mein kleines Appaloosa-Stutfohlen, das ich im frühen Sommer diesen Jahres gekauft habe. Sie ist im Juni 2016 geboren, demnach also etwas über ein Jahr alt.

Um ihr ein schönes und vor allem altersgerechtes Leben zu bieten, habe ich mich damals entschlossen, sie auf einen Fohlenhof zu stellen. Dort hat sie unendlich große Weiden und unzählige Spielkameraden zur Verfügung. Der ideale Ort also für die kleine Maus. Hinzu kommt, dass zum damaligen Zeitpunkt weder Platz noch andere Fohlen zum Spielen in meinem jetzigen Stall, in dem meine anderen drei Pferde stehen, waren. So war für mich der Fohlenhof die einzig richtige Lösung.

Ursprünglich war dann auch geplant, dass Dusty dort bleibt, bis sie 2,5 bis 3 Jahre alt ist. Aber wie es im Leben nun einmal so ist, kommt es oft anders. Den Fohlenhof habe ich auf eine Empfehlung einer Bekannten ausgewählt, die absolut begeistert von dem Hof ist. Ich habe ihn mir dann auch angesehen und für die Pferde ist es ein absoluter Traum. Graskoppeln, so weit das Auge reicht! Die Pferde sind den ganzen Tag draußen und können selbst entscheiden, ob sie lieber im Unterstand stehen oder draußen auf der Weide herum tollen wollen.

Doch so schön, wie es dort für Dusty auch war, so unwohl hab ich mich in dem Fohlenhof gefühlt. Dem Besitzer dort ist es nicht wirklich recht, wenn man sein Fohlen besucht. Er toleriert es zwar, allerdings wird man immer mit seltsamen Blicken beäugt. Ein „Arbeiten“ mit dem Fohlen ist dort absolut nicht möglich. Es ist nicht vernünftig machbar das Fohlen mal zu Putzen, mit ihm Spazieren zu gehen oder das Führen zu üben. Eben einfache Sachen aus dem Fohlen ABC. Und das stört mich doch schon sehr, wenn ich absolut nicht an mein Fohlen heran komme und keine Beziehung aufbauen kann.

Auch sonst ist die Stimmung auf dem Hof äußerst seltsam. Die Leute dort schleichen nur herum, sagen kaum Hallo, es wird nicht geredet und generell sieht man sehr selten irgendwelche Menschen. Jedes Mal, wenn ich dort war, habe ich mich wie ein Einbrecher gefühlt, der etwas Verbotenes macht. Es war einfach ein unschönes Gefühl dort. Die lange Fahrtzeit zum Hof und die schlechte Stimmung dort haben dann dazu geführt, dass ich Dusty kaum gesehen habe 🙁 Für mich ein absolutes No-Go, denn ich finde es gerade jetzt, wo sie noch so jung ist, wichtig, dass sie mich kennen lernt und ein wenig Kontakt zu mir hat. Außerdem finde ich es unerlässlich für die spätere Ausbildung zum Reitpferd, dass sie das Fohlen-ABC lernt.

Wie es der Zufall nun einmal so will, ist nun vor wenigen Wochen ein Platz in meinem Stall frei geworden und die anderen Fohlen kommen ebenfalls von den Sommerkoppeln heim! Einfach perfekt! Ich habe dann keine Sekunde gezögert und mir den freien Platz im Stall sofort reserviert und beschlossen, dass Dusty zu mir zieht. Denn bei mir hat die Kleine absolut keine Nachteile. Sie kommt genauso auf die Koppel, hat Spielpartner und als Pluspunkt können wir nun endlich eine Beziehung zueinander aufbauen.

Ich sehe in meiner Entscheidung also absolut keine schlechten Punkte und bin ehrlich gesagt auch froh, dass wir vom Fohlenhof wegziehen. Versteht mich nicht falsch, Dusty ging es dort bestens und sie hatte alles, was ein Fohlen so braucht. Aber ich habe mich dort einfach nicht wohl gefühlt. Dass man dort auch nicht einmal das Putzen oder Stillstehen oder andere banale Dinge üben kann, hat mich auch extrem gestört.

Ich muss auch dazu sagen, dass das ein ganz klassischer „Englisch-Stall“ ist. Die Warmblut-Fohlen werden dort eben einfach weggestellt, bis sie vier Jahre alt sind und dann werden sie von der Koppel gezogen und man fängt aus heiterem Himmel an mit ihnen zu arbeiten. Diese Art der „Ausbildung“ kann ich ehrlich gesagt nicht befürworten und ich möchte für mich und mein Fohlen einen anderen Weg einschlagen. Einen Weg, der auf Bindung, Vertrauen und Harmonie basiert. Und diesen Weg kann ich nur vorbereiten, wenn ich sie bei mir habe und jetzt schon eine Beziehung zu ihr aufbauen kann.

Ich fühle mich mit der Entscheidung, dass Dusty nun zu mir zieht absolut wohl und bin mir sicher, dass es das Richtige ist! Wir werden sie dann schon diesen Monat holen und ich freue mich ungemein auf die Kleine :mrgreen:

Und auch ihr dürft euch freuen, denn sobald die Kleine bei mir im Stall ist, wird es auf jeden Fall mehr Bilder von ihr und regelmäßige Updates zu ihr geben 🙂 

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