Horse Diary 29.10.2017

Ich hatte heute mal wieder Reitunterricht bei unserer Gast-Trainerin, die ca. einmal im Monat in unserem Stall vorbei kommt. Ich mache immer sehr gerne dort mit, weil man einfach noch einmal neue Impulse und andere Ansichten bekommt und diese dann im weiteren Training einsetzen kann.

Letztes Mal hatte ich mit allen drei Pferden am Kurs teilgenommen, dieses Mal habe ich mich aber dazu entschieden nur mit Tari zu starten, damit ich mich ganz auf ihn konzentrieren kann. Vielleicht ist es euch auch schon aufgefallen, dass ich mit Tari in letzter Zeit recht viel Unterricht nehme. Das liegt einfach daran, dass es bei ihm sehr wichtig ist ihn korrekt zu reiten und gut auf die Hinterhand zu setzen, damit seine Sehnen und Bänder vorne entlastet werden.

Außerdem haben sich auch bei ihm kleinere Fehlerchen eingeschlichen, so zum Beispiel das „Heraushebeln“. Auf Grund der schlechten Muskulatur ist es für ihn natürlich noch etwas schwierig in korrekter Haltung zu laufen und sich selbst vernünftig zu tragen und so „hebelt“ er sich eben sehr gerne raus aus der Anlehnung und streckt den Hals stark nach vorne raus.

Im heutigen Training ging es also verstärkt um die richtige Haltung und gute Anlehnung. Tari sollte auf meine Paraden viel feiner und schneller reagieren und siehe da! Gegen Ende des Training habe ich die Zügel nur noch leicht aufgenommen und Tari hat reagiert. Am meisten Probleme hat Tari immer noch im Trab, im Galopp läuft er deutlich besser und macht sich hier teilweise richtig schön rund.

„Das war perfekt! Genau so soll es sein“, kam dann von der Trainerin, als Tari im Galopp richtig gut lief, der Rücken mit geschwungen ist und er vorwärts/abwärts gelaufen ist. Damit haben wir dann auch Feierabend gemacht. 

Ich hatte ja erst Bedenken, dass Tari heute vielleicht wieder nicht so gut läuft, da er die Tage ja mit der Kälte zu tun hatte. Aber ich bin ihn heute extra lange warm geritten und er war heute so stark konzentriert, dass das Wegknicken der Hinterhand nur wenige Male aufgetreten ist 🙂 

Tari hat dann noch seine wohlverdiente Mahlzeit bekommen und ich habe anschließend noch ausgiebig mit Lucky und Siobhan geknuddelt. Vor allem bei Lucky habe ich immer das Gefühl, dass er sich richtig freut, wenn man ein wenig Blödsinn mit ihm macht. 

Außerdem habe ich mir heute mal ganz viel Zeit für unser jüngstes Herdenmitglied genommen: Dusty 🙂 Wir haben gaaaaanz viel gekuschelt und gekrault und die Kleine ist echt eine Kuschelmaus. Sie genießt es extrem und ich habe schon ihre liebsten Stellen zum Kraulen herausgefunden. Ich habe sie auch mal gründlich geputzt und geschaut, dass sie sich überall anfassen lässt. Und ehrlich gesagt bin ich positiv überrascht von der Kleinen. Sie strahlt eine so enorme Ruhe und Gelassenheit aus und scheint in sich selbst zu Ruhen. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich eher denken, dass ich ein 20-jähriges Pferd vor mir hätte, das eben alles schon gesehen hat.

Während der ganzen Zeit blieb sie immer ganz ruhig und brav stehen und hat es scheinbar auch wirklich sehr genossen, dass man sich so intensiv mit ihr beschäftigt. Mehr habe ich dann aber nicht mehr mit der Kleinen gemacht, da ich die Einheiten einfach nicht zu lang gestalten möchte und mir jeden Tag ein kleines Bisschen mit ihr erarbeiten will 🙂 

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