Meine Pferdesuche – Was lange währt, wird endlich gut! (Teil 2)

In meinem ersten Teil (⇒ KLICK!) hatte ich ja schon damit begonnen euch von meiner Pferdesuche und den Problemen dabei zu erzählen.

Heute geht es weiter und wir sind noch lange nicht am Ziel der Reise. Bis ich zu Tari gekommen bin, gab es zwischenzeitlich noch einige andere Pferdchen und Problemchen 😆

Ich hatte die Lust auf die Pferdesuche definitiv verloren und so habe ich viele Wochen gar nichts mehr gesucht oder angeschaut. Bis der Wunsch nach einem zweiten Pferd doch wieder größer wurde und ich noch einmal auf der LQH Website vorbeischaute und eventuell dort ein Pferd kaufen wollte. Ihr erinnert euch?! Das war bei meiner Pferdesuche die allererste Anlaufstelle und hier bin ich damals vier tolle Pferde geritten. Leider habe ich einfach zu lange gewartet und zu lange gezögert. Das Ergebnis: ALLE dieser Pferde waren bereits verkauft. Also wieder bei Null anfangen.

Da ich damals aber soooo von den Pferden bei LQH überzeugt war, habe ich kurzerhand eine Email geschrieben und beschrieben wonach ich suche. Und tatsächlich hatten sie wieder Pferde da, die passen könnten und ich sollte doch einmal vorbei schauen. Gesagt, getan. Schon wenige Tage später sind wir dorthin gefahren. Ich durfte dann drei Wallache Probe reiten. Einer hat überhaupt nicht gepasst, die anderen zwei waren wirklich super lieb und sehr schön zu reiten. Doch der letzte Wallach hatte mir einfach noch einen ticken mehr zugesagt. Es war ein recht großer Fuchs (ca. 1,60 m Stockmaß) und ich bin einfach so gut mit ihm klar gekommen, dass ich ihn näher kennen lernen wollte.

So waren wir zwei Tage später schon wieder bei LQH, wo ich den Fuchs alleine putzen, satteln und longieren durfte. So konnte ich gut sehen, ob ich auch alleine mit ihm klar komme. Danach bin ich ihn noch eine gute Stunde alleine geritten und auch hier sind wir einfach super klar gekommen. Und für mich war dann irgendwie klar: Ich darf nicht wieder ewig zögern, sonst ist auch dieses Pferd wieder verkauft, bevor ich mich überhaupt entschieden habe.

Also machten wir eine vorläufige Kaufzusage, die dann mit abgeschlossener AKU endgültig werden würde. Das war an einem Sonntag. Jetzt hieß es eben erneut auf die AKU warten und hoffen, dass sie dieses Mal gut verläuft. Der Arzt kam dann am Freitag darauf und ich wartete gespannt auf den erlösenden Anruf, dass alles gut ist. Der Anruf kam dann auch. Aber nichts war gut! Der Wallach lahmte auf beiden(!) Vorderfüßen und die AKU musste abgebrochen werden. Ich war schon kurz vorm Verzweifeln. Schon wieder sah ich „mein“ Pferd in weite Ferne gerückt. Wir sollten dann eine Woche warten, dann würde die AKU wiederholt werden und das Pferd könnte sich in der Zeit wieder erholen. 

Gut, eine Woche später. Wieder ein Freitag. Heute sollte der Tierarzt kommen. Der kam allerdings nicht, denn der hatte wohl einen Notfall und die AKU wurde wieder verschoben. Wieder warten…

Am nächsten Montag war es dann wirklich so weit und die AKU wurde erneut durchgeführt. Und ich wartete erneut auf den erlösenden Anruf. Und der kam auch wieder. Das Pferd lahmte immer noch. Man müsse es mindestens drei Monate(!) behandeln und dann könne man sehen, wie es weiter geht. Das war für mich die schlimmste Antwort, die überhaupt hätte kommen können! Ich wollte eigentlich schon wieder alles nur hinwerfen. „Scheiß auf den blöden zweiten Gaul!“ „Ich will kein zweites Pferd mehr“ und, und, und. Ich war echt mehr als genervt. Und das zweite Pferd, das auch noch gepasst hätte, war in der Zwischenzeit auch schon wieder verkauft.

Wir haben dann alle ewig hin und her diskutiert und haben ernsthaft überlegt, den Wallach trotzdem zu kaufen und bei uns daheim wieder zu kurieren und gesund zu pflegen. Ich war echt so weit, dass ich mir ein krankes Pferd gekauft hätte, damit das alles ein Ende hat. Um das alles vernünftig zu klären sind wir dann zum vierten Mal zu LQH gefahren (was übrigens jedes Mal zwei Stunden Fahrt sind – einfach).

Zufälligerweise waren inzwischen wieder zwei neue Pferde eingetroffen, die ich doch auch einmal Probe reiten sollte, bevor ich eine falsche Entscheidung treffe. Auch diese beiden Pferde waren wieder super toll zu reiten. Ich glaube, dass man dort wohl nie ein schlechtes oder schwieriges Pferd serviert bekommt 😆 

Nach dem Probe reiten saßen wir dann alle zusammen und haben überlegt, was wir denn nun machen sollen. Entweder eines der beiden neuen Pferde kaufen, oder eben den kranken Wallach kaufen. Letztendlich waren wir dann vernünftig und haben das kranke Pferd nicht gekauft.

So blieb dann die Entscheidung zwischen den anderen beiden Pferden. Und wir haben uns noch am selben Tag entschieden. Es sollte der Palomino werden, denn ich als zweites Probe geritten hatte. Ich bin einfach so gut mit ihm klar gekommen, das ich nicht mehr lange gezögert habe. Ich glaube einfach, dass das MEINE Chance war. Da war ein Pferd, das mir gut gefallen hat, mit dem ich gut klar kam und das im Prinzip all meinen Ansprüchen gerecht wurde. Und so haben wir noch am selben Tag die Kaufzusage gemacht.

Jetzt kam dann wieder mein wunder Punkt ins Spiel: die AKU. Die wurde schon einen Tag später durchgeführt und der Palomino hatte sie tadellos bestanden. Und ihr ahnt es schon: dieser Palomino war natürlich Tari! 

Ich war wirklich überglücklich, dass es endlich geklappt hatte und ich so ein tolles Pferd gefunden hatte. An ihm stimmt einfach alles und letztendlich waren nun 11 verschiedene Pferde, 3 AKUs und insgesamt 5 Fahrten zu LQH nötig, um ihn endlich „Mein“ nennen zu dürfen.

Ich bin echt heilfroh, dass das ganze Drama ein Ende hat und die Suche nun endlich vorbei ist. Ich bin mir auch sicher, dass es bei manch anderen noch viel schlimmer auf deren Pferdesuche zugeht, aber so schnell möchte ich das alles echt nicht noch einmal mitmachen.

Erzählt doch mal: wie seid ihr zu eurem Pferd gekommen? Habt ihr tolle, lustige oder schlimme Geschichten dazu?

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5 comments

  1. Durch Zufall eigentlich wollte ich gar kein Pferd aber er war da. Ich bin ihn schon 4 Wochen lang geritten als ich ihn angeboten bekommen habe. Ich habe 2 Wochen lang hin und her überlegt. Dann hieß es wenn ich ihn nicht nehme kommt er zum Metzger. Schon war es geschehen
    Mittlerweile bereut die von der ich ihn habe allerdings dass sie mir ihn gegeben hat da er mich irgendwann mal noch ins Grab bringen wird

    1. Ich glaube, dass es sogar oft so ist, dass einem das Pferdchen einfach über den Weg läuft und man dann nicht lange zögert. Wenn man wirklich sucht, findet man absolut nichts Passendes. So wie bei mir eben…

      Und trotzdem: wichtig ist, dass ihr beide glücklich miteinander seid und DU es nicht bereust, so wie es die Verkäuferin tut. Das ist doch alles, was zählt 🙂

        1. Aber ich finde das nicht schlimm. Meine Siobhán wird auch nie ein Turnierpferd, weil sie vom Wesen und von ihren körperlichen Fähigkeiten gar nicht dazu gemacht ist. Aber das ist auch vollkommen in Ordnung 🙂 Nur weil ein Pferd keine tollen Turniere geht, heißt es nicht, dass es nichts wert ist.

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