Unser Reitkurs vom 01.10.2017

Meine drei Hottis und Ich hatten heute seit langer Zeit mal wieder einen Reitkurs, beziehungsweise Siobhán und Ich hatten seit Langem wieder einen. Mit den beiden Jungs habe ich bisher bei noch keinem Kurs teilgenommen. Umso gespannter war ich auf den heutigen Tag und habe mich irgendwie auch riesig gefreut mich und mein reiterliches Können auf die Probe zu stellen :mrgreen: 

Da ich mir sehr, sehr viel selbst erarbeite und vor allem auch Siobhán alleine ausbilde, ist es für mich immer extrem spannend uns bei unserer Trainerin vorzustellen und zu hören, was sie zu unserem Können und unserem Fortschritt sagt 🙂 

 

Begonnen habe ich den Kurs mit Tari. Und soll ich euch etwas sagen?! Traurig, aber wahr…das war unsere allererste gemeinsame Reitstunde seit ich ihn habe. Das ist mir heute erst so richtig bewusst geworden. Durch seinen Sehnenschaden war es uns ja vorher nicht möglich Unterricht zunehmen, geschweige denn überhaupt zu reiten.

Ich bin ihn dann erst einmal in Ruhe warm geritten und die Trainerin hat sich zunächst sein Gangbild angesehen. Im Schritt nach wie vor unrund und nicht klar…Warum ich ihn trotzdem reite? Weil es durch Stehen nicht besser wird, eher im Gegenteil. Die Trainerin hat mich dann gefragt, was genau ich üben möchte bzw. was mein Ziel mit Tari in diesem Kurs ist. Hier konnte ich ganz klar sagen, dass ich ihn wieder aufbauen und auftrainieren möchte. Gezielte Übungen, die ihn lockern und mit denen ich seine Muskulatur stärken kann.

Für Tari rät mir die Trainerin viel Intervalltraining zu machen. Das heißt also nicht einfach 20 Minuten traben, sondern immer schön abwechseln. 10 Minuten Trab, 10 Minuten Galopp, 5 Minuten Schritt und so weiter. Immer schön bunt durchmischen und nie länger als die 10 Minuten in einer Gangart am Stück bleiben. Außerdem auch immer mal wieder das Schenkelweichen üben. Hier kann Tari seine Schultern lockern und wird gut gymnastiziert. Auch Longieren wäre nicht schlecht für Tari, allerdings muss ich hier sehr gut darauf achten, dass er in korrekter Haltung läuft. Ebenso sind Schrittausritte im Gelände ganz gut, allerdings ist Tari ja im Gelände nicht immer ganz einfach, sodass ich hier mal schauen muss, wie sich das umsetzen lässt. 

Mit all diesen Tipps habe ich nun wieder tolle, neue Impulse für unser Training bekommen 🙂 Im Kurs bin ich dann auch noch getrabt und galoppiert. Hier hatte die Trainerin eigentlich nichts zu bemängeln, außer, dass ich manchmal ein wenig zu vorsichtig bin und sich Tari dann auch mal aus der Situation heraus mogelt. Im Galopp sitze ich sehr gut und könnte teilweise sogar noch tiefer einsitzen.

Alles in allem kommen Tari und Ich sehr gut aus und harmonieren schön. Ich bin sehr stolz auf unsere erste Unterrichtsstunde und dass wir gleich gelobt wurden und es nicht viel zu kritisieren gab 😀 

 

Als nächstes habe ich mir dann Siobhán geschnappt. Für den Kurs heute habe ich mich für den Dressursattel entschieden, da ich den ja erst seit Kurzem habe und der Dressursitz noch neu für mich ist. Da kann es nicht schaden, dass mein Sitz gleich mal vom Trainer begutachtet wird und ich mir eventuell Tipps holen kann. 

Normalerweise hatte ich bei solchen Kursen immer ein wenig Bedenken mit meiner Siobhán mit zu reiten. Aber seit einigen Wochen hat es irgendwie „Klick“ bei uns gemacht und wir haben einen großen Sprung nach vorne gemacht. Ich finde, dass wir gerade richtig gut als Team arbeiten und vor allem die Kleine hat enorm viel dazu gelernt und sich ganz schön gemacht. Von daher bin ich heute mit einem guten Gefühl in die Halle geritten.

Mit Siobhán hatte ich für heute keine besonderen Trainingswünsche und wollte einfach, dass man mit uns an den Feinheiten feilt und mal schaut, was ich noch besser machen kann. Als ich Siobhán dann angetrabt habe und einige Runden getrabt bin, war die Trainerin ganz erstaunt und hat uns gelobt, welche tollen Fortschritte wir gemacht haben. „Kein Vergleich zum letzten Mal“, meinte sie. Der letzte Kurs war im März 😎 Sie hat dann auch gefragt, ob ich alles selbst erarbeitet habe und mit stolz geschwellter Brust konnte ich dann natürlich „Ja“ sagen. 

Für mich bedeutet es einfach enorm viel, wenn die ganze Arbeit und unser Fortschritt bemerkt und dann auch noch gelobt werden. Sein Pferd selbst auszubilden und dann auch noch zu hören, dass man es GUT macht, ist für mich wie ein Ritterschlag 😛 

Auch den Galopp haben wir dann noch gezeigt, allerdings ist der nach wie vor unsere Schwachstelle. Siobhán galoppiert brav an, sie springt nicht mehr in den Außengalopp, sie lässt sich gut lenken und ist allgemein gut händelbar. Aber es ist einfach nicht so harmonisch wie der Trab und sie muss immer noch ganz schön rennen, da sie noch nicht so ganz die nötige Balance und Kraft hat. Aber auch das wuppen wir noch, da bin ich mir sicher!

 

Und zu guter Letzt kam dann noch mein Lucky dran. Mit ihm sah der Kurs auf Grund seiner Hufrolle natürlich etwas anders aus. Ich reite ihn immer nur ganze Bahn und den Galopp lasse ich mit ihm komplett weg. Deshalb haben wir uns für ihn etwas anderes ausgedacht. Auch mit Lucky haben wir ein wenig Schenkelweichen geübt, das macht ihm zum Glück noch keine Probleme. Wir sind auch ein wenig getrabt, wobei es hier darum ging ihn schön rund zu kriegen. Das macht der Bube aber wirklich super brav und schon auf geringsten Druck. 

Auch hier hat die Trainerin wieder meinen sehr guten Sitz gelobt 🙂 Dass ich einen richtig guten Sitz habe, haben meine Trainer schon oft bemerkt und zum Glück hatte ich damit auch noch nie Probleme. Von Anfang an saß ich eigentlich schon immer ziemlich gut. Um mal zu schauen, ob mein Sitz wirklich so gut ist, wie es aussieht, hat sich meine Trainerin heute dann ein paar Übungen ausgedacht. Also raus aus den Steigbügeln und zunächst im Schritt die Beine abwechselnd im Takt anheben und wieder „fallen lassen“. So ist man gezwungen wirklich nur auf seinem Popo zu sitzen und nicht auf den Oberschenkeln zu klemmen. Kein Problem für mich :mrgreen: Danach beide Beine gleichzeitig anheben und etwas seitlich Wegstrecken. Auch gut, geht problemlos. Und das ganze dann auch noch einmal im Trab. Auch hier hatte ich keine Probleme und konnte auch im Trab sehr gut sitzen.

Schließlich haben wir noch meine Balance getestet. Also aus dem Sattel aufstehen und einige Schritte gerade Stehen bleiben, ohne die Knie an den Sattel zu drücken. Auch das konnte ich super. Und auch meine Hüftbewegung wurde noch begutachtet, da hier viele immer ein wenig steif sind und die Bewegung für die Beine eher aus dem Oberschenkel, statt aus der Hüfte holen. Dafür musste ich im Sitzen gleichzeitig ein Bein nach vorne und das andere Bein ganz weit nach hinten. Auch das ging gut und die Trainerin hat meine Hüftbeweglichkeit gelobt 😆 

Lange Rede, kurzer Sinn. Mein Sitz und meine Balance sind wirklich so gut, wie es auch aussieht und „wirklich sehr passabel“, wie die Trainerin meinte.

 

Und das war es dann auch. Dreimal Reiten, drei unterschiedliche Pferde, drei unterschiedliche Unterrichtseinheiten. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie individuell man mit den Dreien umgehen muss und vor allem auch das Training an jedes Pferdchen genau anpassen muss. Ich habe wie gesagt wieder gute neue Impulse für mein weiteres Training mit den Dreien bekommen und freue mich auch weiterhin mit ihnen wachsen zu dürfen und nach und nach voran zu kommen. Vor allem freue ich mich aber über das viele Lob heute. Das geht natürlich ‚runter wie Öl :mrgreen: Besonders, dass mein Sitz und die Fortschritte mit Siobhán so doll gelobt wurden!

Ich werde nun fleißig mit den Dreien weiter trainieren, sodass wir beim nächsten Kurs auch wieder so glänzen können. Übrigens: schon nächste Woche steht erneut ein toller Kurs an, an dem ich selbstverständlich auch wieder teilnehmen werde! Dieses Mal dann allerdings nicht mit allen drei Pferden, wahrscheinlich werden nur Siobhán und Tari starten.

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