Horse Diary 07.03.2016

Da der Hufschmied ja nun am Sonntag doch nicht gekommen ist, hat er sich gestern noch gemeldet und angeboten, dass er um 20 Uhr im Stall sein kann. So bin ich gestern Abend zum zweiten Mal in den Stall gedüst und Taris Hufe wurden wieder aufgehübscht.

Der Tierarzt hatte ja gemeint, dass wir Taris Hufe anders ausschneiden / anders stellen sollen, eventuell sogar mit Eisen. Laut Hufschmied sind die Eisen nicht unbedingt nötig, da Tari eine gute Hufsubstanz hat. Er hat ihn jetzt anders ausgeschnitten, sodass Tari nun ein wenig anders steht. Der Hufschmied meinte aber auch, dass die Probleme mit Taris Lahmheit defitniv nicht von den Hufen kommen und der Ursprung weiter oben liegen muss…

Also sind wir wieder nicht sehr viel schlauer.

Auf Anweisung meines Tierarztes und meines Hufschmieds, soll ich Tari nun heute und morgen voll reiten und ruhig auch ordentlich fordern. So wollen wir sehen, ob er wieder lahm geht und ob er überhaupt noch belastet/geritten werden kann.

Also gut…ich persönlich fühle mich dabei nicht wirklich wohl und finde die Idee auch irgendwie nicht gut. Ein Pferd, das nicht völlig gesund ist, zu reiten und dann womöglich auch noch eine erneute Lahmheit provozieren. Momentan ist Tari einigermaßen lahmfrei, aber ich wette, dass er bei der Belastung jetzt sofort wieder anfängt zu lahmen 😐 

Aber wir müssen ja irgendwie weiter kommen und so bin ich Tari nun nach ewig langen und exakt zwei geschlagenen Wochen wieder zum ersten Mal geritten! Aber es war eher ein beklemmendes, als ein schönes Gefühl, da ich eben weiß, dass er nicht 100% gesund ist. 

Ich habe ihn dann zuerst lange Schritt geritten und hier schon gemerkt, dass er „unrund“ läuft und immer wieder stolpert. Als ich dann mit ihm getrabt bin, war es wirklich sehr schlimm. Er ist mir hinten komplett weg geknickt und das mehrmals. Außerdem weigert er sich auf der rechten Hand zu traben. Erst nach etwas überreden, läuft er auch hier. Allerdings noch deutlich schlechter, als auf der linken Hand. 

Ich war wirklich schon kurz davor wieder abzusteigen und Tari wieder in seine Box zu bringen. Ich muss kein Pferd reiten, was mir unter dem Hintern komplett nach unten sackt. Aber irgendwie wollte ich das alles nicht einfach so stehen lassen und so habe ich ihn dann auf der linken Hand angaloppiert und da lief er wirklich wieder ganz gut. Kein Wegknicken, kein Stolpern. So bin ich dann recht viele Runden galoppiert und Tari hat brav mitgemacht und auch immer wieder abgeschnaubt. 

Als ich dann auf der rechten Hand angaloppieren wollte, hat sich Tari wirklich dagegen gesträubt und geweigert. Auch hier musste ich mehr Druck machen, damit er galoppiert. Er hat es dann auch hier wieder brav gemacht, aber eher sehr widerwillig.

Zum Schluss bin ich dann nochmals etwas getrabt und hatte hier nun das Gefühl, dass es etwas besser ist und Tari sich ein wenig „eingelaufen“ hat.

Und was ist nun das Fazit???

Der Trab am Anfang war also eine Katastrophe und so schlimm, dass ich fast schon wieder absteigen wollte. Der Galopp geht deutlich besser und der Trab am Schluss war dann auch etwas besser.

Die linke Hand geht generell besser, als die rechte Hand – hier sträubt sich Tari regelrecht. Diese Beobachtung habe ich auch schon beim Longieren gemacht und auch der Tierarzt meinte, dass Tari einen deutlich größeren Wendeschmerz auf der rechten Hand hat. Passt also alles zusammen.

Generell lief Tari gegen Ende hin besser, als am Anfang. Ich habe ja schon fast den Verdacht auf Arthrose, hier wird das Gangbild auch erst nach längerer Bewegung besser 🙁  

Glücklich bin ich mit dem heutigen Ergebnis nicht! Außerdem muss ich jetzt schauen, ob Tari morgen wieder lahmt oder das Training heute relativ gut weg gesteckt hat. Morgen kommt auch der Tierarzt wieder zu uns und schaut sich Tari nochmal an, um zu sehen, wie er nun nach dem Reiten läuft. Und am Donnerstag kommt der Hufschmied ebenfalls noch einmal. Dann entscheiden wir, ob Tari doch noch spezielle Eisen kriegen soll, die ihm eine bessere Hufstellung geben.

Das war es also soweit von Tari. Nicht wirklich gute Nachrichten. Schon wieder!

 

Meine kleine, rossige Siobhán dagegen ist immer noch ein Engel auf vier Hufen und liebt Alles und Jeden! Der Rosse sei Dank :mrgreen: Mit ihr bin ich heute wieder mit dem Westernsattel in der Halle geritten. Sie hat wieder super brav und lieb mitgemacht und der Galopp klappt nun immer besser und besser. Sie „wuselt“ zwar immer noch sehr stark, aber das wird schon noch. Ich merke einfach, dass sie sich echt bemüht, es richtig zu machen und das ist mir tausend Mal mehr wert, als wenn sie einfach „nur“ perfekt galoppiert.

Da sie mit ihrem dicken Winterfell ziemlich nass geschwitzt war, gab es dann noch eine kleine Runde ins Gelände zum trocken reiten zusammen mit einer Stallkollegin. Auch hier war sie wieder soooo lieb!

Danach durfte Madame noch einmal in die Halle zum Wälzen und Entspannen, während ich den Sattel und das ganze Zeug aufgeräumt habe. Als ich die Trense weg hängen wollte, habe ich gesehen, dass die Zügel fast durchgerissen sind und nur noch an ein paar Fetzen hängen 🙄 😆 Zum Glück sind die nicht schon während dem Reiten einfach so gerissen! Ich muss also unbedingt daran denken die Zügel auszutauschen und hoffe, dass ich es nicht vergessen, haha. Also erinnert mich bitte daran 😛

Das war es auch schon wieder von meinem heutigen Tag. Wie war es denn bei euch heute so? Gab es größere und kleinere Katastrophen oder hattet ihr einen völlig ruhigen Tag?

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2 comments

  1. Hast du schon mal überlegt eventuell einen Osteopaten mal drüber schauen zu lassen bei Tari? Vielleicht hängt es da ja irgendwo…. Mit Osteopatie habe ich bei King schon gute Erfahrungen gemacht

    1. Ja, SOLLTE Tari bei mir bleiben und es alles noch Sinn machen, habe ich tatsächlich an einen Ostheopaten gedacht…wobei der TA (der auch Chiropraktiker ist) meinte, dass zumindest der Rücken gut wäre und da nichts ist…

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