Horse Diary 15.06.2017

Puhhh, gestern war irgendwie so ein Tag 😯 

Eigentlich hat er super schön angefangen! Es war bomben Wetter und mein Freund und Ich waren Vormittags gemütlich brunchen und sind dann gegen Nachmittag in den Stall gefahren. Denn: der Tierarzt hatte sich -trotz Feiertag- angekündigt!

Ich hatte bei beiden Pferdchen kleinere und größere Probleme, die ich einfach abgeklärt haben wollte. Ich hatte im Stall zwar schon ein paar Leute angesprochen, aber da teilte keiner so richtig meine Angst und Bedenken. Also Tierarzt her. Übrigens hat der arme Kerl gestern keinen Feiertag gemacht und ist ganz normal seine Touren gefahren, also ist er nicht nur wegen mir extra gekommen 😉 

Weil es ein wenig mehr zu beiden Pferden zu erzählen gibt, teile ich heute einmal in beide Pferde auf und erzähle der Reihe nach:

 

TARI:

Als der Tierarzt das letzte Mal da war, war er recht zufrieden mit Tari und meinte, dass ich so langsam wieder im Schritt reiten soll und sogar leichte Trabarbeit anfangen soll. Die Sehne wäre gut verheilt und das linke Bein wieder „einwandfrei“, so weit, wie es eben mit der Sehne möglich ist.

Außerdem machte er mir und dem Hufschmied (der zufällig auch gerade da war) klar, dass Taris Hufstellung enorm wichtig ist und man ganz genau darauf achten muss. Außerdem sollte er leichte Alu-Eisen bekommen. Der Hufschmied hörte sich alles an und versicherte, dass er in zwei Wochen kommt.

So, leider kam der Hufschmied nicht. Taris Hufstellung wurde jetzt demnach immer schlechter und schlechter. Ich habe versucht ihn immer mal wieder zu reiten, hatte dabei aber einfach ein sau schlechtes Gefühl. Tari lief einfach furchtbar. Ich habe im Stall mehrere Leute gefragt, aber alle meinten, das sei nur von der Schonhaltung. Ich wollte allerdings nicht so recht daran glauben, denn in meinen Augen ging Tari stocke lahm.

Und Tadaaa! Genau DAS hat mir der Tierarzt gestern bestätigt. Ja! Tari lahmt vorne rechts! Wegen seiner Hufe. Die sind mittlerweile so stark nach außen gedreht, dass das alles ganz stark auf die Bänder und Sehnen geht.

Der Hufschmied kommt jetzt morgen zum Glück. Hat er zumindest gesagt. Ich hoffe, dass das auch stimmt. Denn jetzt ist es eben akut! Und ich habe den Salat. Wieder zwei Schritte zurück und Tari wieder zwei Wochen nur Schritt führen! 

Außerdem wurde Tari auch noch eingerenkt. Auch hier war ganz viel im Argen und er war extrem steif. Da der Tierarzt sehr viel einrenken musste und Tari die nächsten Tage deshalb wahrscheinlich ein wenig Schmerzen haben wird, hat er auch gleich eine entzündungshemmende Spritze bekommen und mir ein Mittel dagelassen, das er die nächsten Tage bekommen soll…

Halleluja! Ich dachte echt es geht bergauf. Stattdessen sind wir wieder auf Anfang und dürfen wieder die nächsten Wochen nur Schritt führen.

 

SIOBHÀN:

Auch Siobhán hat mir in letzter Zeit ein wenig Sorgen gemacht. Ich fand einfach, dass ihre Schulter sehr eingefallen war und auch ihr Trapezmuskel nicht so aussah, wie er eigentlich hätte sein sollen. Auch hier habe ich wieder ein paar Leute im Stall nach deren Meinung gefragt. Und auch hier wurde das Problem nicht so wirklich erkannt. Da ICH meine Pferde aber am besten kenne und mir sicher war, dass etwas nicht stimmt, wollte ich auch hier den Tierarzt drauf schauen lassen.

Davon einmal abgesehen, hatte ich sowieso schon eine böse Vermutung, warum die Schulter so eingefallen ist. Der Sattel! Er passt nicht!

Und auch hier: tatsächlich! Der Tierarzt hat zum einen meine Beobachtung bestätigt, dass Siobhán an der Schulter nicht gut gebaut ist und zum anderen auch meine Vermutung bezüglich des Sattels bestätigt.

Es muss definitiv ein neuer Sattel her! Siobhán hat einfach so toll abgenommen, dass der Sattel vorne viel zu breit geworden ist und ihr auf die Schulter kippt. Das ist für mich nun ein persönliches Drama, da ich den Sattel damals selbst designt habe und er einmalig auf der ganzen Welt ist. Er war exakt auf Siobhán zugeschnitten. Und ganz billig war er demnach natürlich auch nicht 😐 

Für mich sind zwei Sachen klar: Siobhán benötigt ganz klar einen neuen Sattel. Da gibt es gar nichts zu diskutieren. Genauso klar ist aber auch: dieser jetzige Sattel wird nicht verkauft! Im Leben würde ich den niemals her geben. Er ist ein Unikat und für mich unbezahlbar! Der bleibt 🙂 

Ich habe zwar auch noch einen Springsattel, allerdings passt auch dieser nun nicht mehr zu 100%. Daher möchte ich auch den nicht unbedingt auf Siobháns Rücken packen. Das allerwichtigste ist nun Siobhán wieder aufzubauen und ihren Rücken aufzutrainieren. Denn so lange ihre Schultern so eingefallen sind, brauche ich auf ihren momentanen Rücken absolut nichts anpassen lassen. Denn sobald sie wieder auftrainiert ist, würde das neue Zeug ja wieder nicht passen und diesmal zu eng werden.

Ich stecke also gerade in einem Dilemma. Ich habe keinen passenden Sattel. Ich kann aber auch keinen Sattel auf mein Tinkerchen anpassen lassen, da der ja dann wieder „falsch“ wäre. Ohne Sattel kann ich nicht reiten. Ohne Sattel kann ich sie nicht auftrainieren. Das heißt also momentan ganz, ganz viel Longenarbeit. Bis der Rücken wieder so aussieht, wie er sein soll. Erst dann kann ich an neue Sättel denken 🙁 Ein Drama, oder?!

 

Das Reiten und Training unterm Sattel kann ich also für unbestimmte Zeit vergessen. Und das auch noch bei BEIDEN Pferden nun. Kein Reiten! Das ist jetzt schon hart! 😯 Natürlich kann ich mich schon einmal ohne Sattel drauf setzen, aber das ist für mich nur Spielerei und hat mit Training und Aufbau absolut nichts zu tun.

Einen kleinen Lichtblick gibt es aber: Ich habe mir ein Brockamp Reitpad Spezial bestellt und hoffe inständig, dass das bald ankommt! Denn das wäre für Siobhán momentan die tollste Lösung. Es ist fast wie ein Sattel, passt sich ihrem Rücken aber super toll an. So gibt es keine Probleme mit der Passform und ich könnte sie ein wenig reiten.

Ihr seht also, mit beiden Pferden gibt es momentan kleinere und größere Problemstellungen.

Und ich habe eines gelernt: DU kennst DEINE Pferde eben am besten. Bei meinen beiden Pferden habe ich die Probleme eigentlich selbst schon erkannt und hatte bei beiden auch selbst schon die Diagnose bzw. wusste, wo es herkommt. Und bei beiden Pferden habe ich Leute im Stall um Rat gefragt und es wurde mehr oder weniger nur abgewunken. 

ICH habe aber nicht locker gelassen und WUSSTE, dass etwas nicht stimmt und wollte vom Tierarzt nur die Bestätigung. Und der hat tatsächlich all meine Vermutungen bestätigt. Also Leute, wenn IHR der Meinung seid, dass mit eurem Pferd etwas nicht stimmt, dann vertraut eurem Bauchgefühl und hört nicht auf irgendwelche anderen Leute. 

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