Tierkommunikation – das Gespräch mit Siobhán

Und weiter geht es mit meiner Reihe über Tierkommunikation. Falls ihr Teil 1 und Teil 2 verpasst habt, solltet ihr zuerst dort einmal hineinschauen, damit ihr wisst, worum es überhaupt genau geht.

Im heutigen Beitrag ist es nun endlich soweit! Ihr erfahrt, was Siobhán erzählt hat, wie es ihr geht und was sie sich für die Zukunft wünscht! Für mich als Besitzerin von Siobhán war es extrem spannend zu lesen und ehrlich gesagt, hatte ich auch ein wenig Angst, dass Siobhán etwas Schlechtes zu erzählen hat. Dass es ihr zum Beispiel nicht gefällt bei mir oder sie Sorgen und Schmerzen hat.

Unsere Tierkommunikatorin Jessica hat mir berichtet, dass Siobháns Stimme etwas schlapp und recht dunkel klingt und sie hätte die Stimme ganz anders erwartet, als sie sich die Fotos so angesehen hat. Ansonsten hat Siobhán aber ganz aufgeschlossen erzählt 🙂

Der folgende Text ist also das originale Gespräch mit Siobhán. Eins zu eins und unverändert, genau so, wie sie es erzählt hat:

„Hallo oder Hallöchen, ich bin Siobhán, du sprichst das schon richtig aus. Klein und süß höre ich oft, aber ich bin müde. Ich möchte gar nicht so klein sein und süß eigentlich auch nicht. Meine Besitzerin ist süß, sie ist wirklich süß und ich liebe sie von Herzen, aber sie verzuckert mich manchmal zu sehr. Wie soll ich das erklären? Weißt du, was ich mit verzuckern meine? Zu süß soll ich sein, bin ich nicht. Wild wäre ich gerne, doch ich fühle mich träge. Spiele oft eine Rolle, die mir nicht gehört, ich habe schlimme Jahre hinter mir. Mag nicht erzählen, hab jetzt ein neues Leben und ich liebe es. Aber ich wäre gerne etwas anders. Aber ich mache mit, bin heute so und morgen auch. Bin dankbar für mein Leben, aber habe mich auch ein Stück verloren. Das macht müde, vielleicht etwas depressiv. Sie kann da nichts für, ich bin es. Möchte mich wieder finden, wieder neu erfinden. Freiheit fühlen ohne, dass mich wer anschaut und bewertet. Ich liebe meine Weide, mein Gras, das Grüne, toll! Es gibt nichts Besseres! Möchte mehr erleben, möchte mutiger sein und würde so gerne mehr mit Menschen unterwegs sein, so richtig, aber ich habe oft Angst. Im Herzen bin ich mutig, wirklich. Mir glaubt das niemand, aber so wäre ich gerne. Frei und mutig. Neues ausprobieren und die Welt sehen. Doch im Moment klappt das nicht.“

Das ist also das, was Siobhán von sich aus sofort erzählt hat. Danach wird der sogenannte Bodyscan durchgeführt. Dabei kam Folgendes heraus (O-Ton Jessicas Zettel):

Rote (empfindliche) Nüstern, Knie vorne genauso, Magen rot, Darm etwas, hinten rechts unteres Bein

Anschließend wurden Siobhán nun meine Fragen gestellt. Ingesamt waren es zehn Stück, wobei ich gerne noch soooo vieles mehr gefragt und gewusst hätte. Aber das sind einfach die Themen, die für mich am Wichtigsten waren:

Was genau ist dir in Irland passiert?

Ich möchte eigentlich nicht darüber reden (Jessica bekam in dem Moment Gänsehaut), aber dein Gefühl stimmt. Ich wurde viel geschlagen, meine Besitzer hatten kein Mitgefühl. Es hat mein Herz gebrochen zu sehen, dass es solche Menschen gibt.

Vermisst du deinen Sohn Sam?

Natürlich, jeden Tag. Aber ich versuche nicht daran zu denken, doch es fehlt ein Stück von mir. Pferde leben nicht ewig mit ihren Kindern, das weiß ich, doch es tut trotzdem weh. Und er wurde mir viel zu früh genommen. Was wäre ich für eine Mutter, wenn mir das Herz nicht bluten würde?

Geht es dir gut bzw. bist du glücklich bei Daniela?

Ja, ich bin glücklich und dankbar. Ich liebe ihr großes Herz. Aber manchmal ist es etwas anstrengend, weil alles so perfekt sein muss. Es ist nicht jeden Tag alles schön und gut und das ist auch ok so. Für sie nicht, es muss immer alles schön sein. Manchmal bitte einfach alles so lassen, wie es ist, auch wenn es gerade so richtig doof ist. Es muss auch die blöden Tage geben, damit wir die Guten wieder richtig genießen können.

Welche Arbeit mit Daniela gefällt dir am besten?

Bodenarbeit, Bodenarbeit, Bodenarbeit! Ich mache das unwahrscheinlich gerne. Es hat unserer Beziehung so gut getan und verleiht tiefe Bindungen zum Menschen. So etwas kannte ich nicht, danke. Manchmal denke ich, dass ich gerne ausreiten würde, aber ich bin mir nicht sicher. Die Freiheit und die Angst…Sie blockiert mich, aber das wird noch besser.

Was kann Daniela tun, damit es dir gut geht?

Mehr gut sein lassen und mich fordern, sie darf mich fordern, manchmal brauche ich wirklich jemanden, der mir in den Hintern tritt. Natürlich nicht wirklich (lacht).

Wie hast du vor HHO in Irland gelebt?

Friedlich auf einem Bauernhof. Ein kleines Mädchen war meine Freundin (langer, blonder Zopf, ca. 5 Jahre). Sie hat mich besucht und mir Leckereien gebracht. Das war schön. Sie war meine Freundin und manchmal vermisse ich sie.

Hast du körperliche Beschwerden oder Schmerzen?

Der rechte Hinterlauf pickst manchmal. Die Vorderbeine wurden oft geschlagen und die Nüstern auch, die sind sehr empfindlich seitdem. Manchmal zucke ich zurück, obwohl ich es nicht will. Und der Magen macht manchmal Kummer, weil ich das Essen nicht immer gut vertrage. Das Futter auf Irland war gut, da war das nicht. Hier ist das Futter mit etwas behandelt, was ich nicht so gut vertrage, aber das ist nicht so schlimm. Es grummelt dann und manchmal schmerzt es etwas. Mehr Frisches und Hafer. Aber kräftig bin ich von alleine. Sieht man doch, oder? Der Herzschmerz quält mich manchmal. Mehr als alles Körperliche.

Hättest du gerne noch ein Fohlen?

Ja, na klar, das ist der Lauf der Dinge. Ich würde aber nicht noch einmal ertragen eines zu verlieren. Dann bleibe ich lieber für mich. Mehr Herzschmerz könnte ich nicht ertragen.

Wie findest du Tari bzw. magst du ihn?

(Jessica hat ein Bild von einem dunklen, kleinen Hengst) Er ist schön. Ich mag ihn. Sein Ego ist manchmal zu groß und er macht sich wichtig. Aber körperlich fühle ich mich angezogen. Er ist auch schon nett. Aber so über den Tag kann er einem auch ganz schön auf den Wecker gehen.

Was wünscht du dir für die Zukunft?

Wenn ich bei Daniela bleiben darf und sie gut auf mein Herz aufpasst, ist der größte Wunsch erfüllt. Ich liebe ihr großes Herz, es kann meines reparieren. Ich brauche nur etwas Zeit und mein Herz auch. Ein Herz kann heilen, alles kann heilen. Ich möchte heil werden, denn ich liebe mein Zuhause.

Hast du noch Etwas auf dem Herzen?

Ja, ich möchte „Danke“ sagen. Danke, dass ich bei Daniela sein darf und sie mich so liebt, wie ich bin. Danke. Ich fühle mich ernst genommen.

 

So, das war also nun das komplette Gespräch mit Siobhán. Ich muss schon sagen, dass ich an einigen Stellen doch verblüfft war. Ganz einfach, weil sie stimmen. Zum Beispiel, dass Siobhán immer mal wieder Probleme mit dem Magen hat. Der Punkt trifft zu und ich hatte das weder hier, noch auf Instagram jemals groß erwähnt.

Oder, dass Siobhán Angst beim Ausreiten hat und sie sich nicht traut. Auch der Punkt stimmt. So oft schon hatte ich das Gefühl, dass sie so gerne würde, aber ihr „irgendetwas“ im Weg steht. Dass sie Bodenarbeit über alles liebt, ist ebenso richtig!

Auch, dass sich Siobhán zu Tari hingezogen fühlt, er sie aber gleichzeitig auch oft nervt. Das hatte ich ebenfalls nie erwähnt und trotzdem stimmt es.

Ich erkenne meine Siobhán an so vielen Punkten wieder und so viele Fakten stimmen einfach. Man könnte jetzt zwar sagen durch den Blog könnte sich der Tierkommunikator vieles zusammen reimen, aber das waren alles intime Fakten, die ich nie erwähnt und thematisiert hatte. Außerdem hat Jessica meinen Blog nie gelesen bzw. kannte ihn gar nicht! Ob man es nun zugeben will oder nicht, aber an der Tierkommunikation IST einfach etwas dran! Probiert es doch selbst einmal aus 🙂

Ich jedenfalls habe nur gute Erfahrungen gemacht und Jessica nimmt sich auch viel Zeit für euch. Gerne dürft ihr sie jederzeit kontaktieren: tier-w-ish@web.de

Übrigens gibt es im nächsten und auch letzten Beitrag zum Thema Tierkommunikation ein kleines Interview mit Jessica. Dort könnt ihr sie ein wenig kennen lernen, ihr erfahrt, wie sie zu dem Thema gekommen ist und was sie schon für besondere Momente mit den Tieren erlebt hat.

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