Tierkommunikation – Tierkommunikatorin Jessica im Gespräch

Und hier ist nun der vierte und letzte Teil aus der Reihe „Tierkommunikation“. Die anderen Teile könnt ihr euch gerne ebenfalls noch anschauen: ⇒Teil 1, ⇒Teil 2, ⇒Teil 3

Nun habe ich Jessicas Namen in den voran gegangenen Posts schon so oft verwendet, dass es nun endlich Zeit wird die Person hinter der Tierkommunikation kennen zu lernen! 🙂 

Zuerst einmal ein paar kurze Daten zu Jessica:
Sie ist 34 Jahre alt und wohnt mit ihrem Mann und ihrer kleinen, 3-jähringen Tochter in der Nähe von Hannover. Seitdem sie Mama geworden ist, arbeitet sie Teilzeit als Mediengestalterin und macht nebenbei eben ihre Tierkommunikation.


Um noch etwas mehr über das Thema Tierkommunikation zu erfahren, habe ich mir ein paar Fragen überlegt und sie Jessica gestellt. Quasi ein kleines Interview mit ihr 🙂 Die Fragen helfen euch vielleicht dieses Thema noch besser zu verstehen und einen genaueren Einblick darin zu bekommen.

Ich persönlich fand es sehr interessant, vor allem, da man ja nicht jeden Tag die Chance hat ein näheres Gespräch mit einem Tierkommunikator zu führen und ein paar Hintergrundfakten zu erhalten.

Und los geht es mit dem Interview:

Wie bist du zur Tierkommunikation gekommen?
„Ich bin durch eine Freundin dazu gekommen, war unheimlich neugierig und wollte einfach wissen, ob an der Sache Tierkommunikation etwas dran ist. Natürlich wollte ich auch mit meinen eigenen Tieren kommunizieren können. Davon träumt doch jeder liebende Tierbesitzer 😉 Im Jahr 2014 habe ich einen Jahreskurs bei Karin Müller belegt, der mein ganzes Leben verändert hat, da er mein Weltbild auf den Kopf gestellt hat. Wir wurden beim 2. Seminartermin ins kalte Wasser geworfen und es hat genauso gut funktioniert wie heute, ich war damals auch total baff :-)“

Wie lange hat es gedauert, bis du mit Tieren reden konntest?
„Bei mir ging es recht schnell, dass es funktioniert hat. Leider war das nicht bei allen Teilnehmern der Fall. Jeder hat sein eigenes Tempo. Dem Einem fällt es leicht, der Andere braucht lange und der Nächste meint sogar er kann es nicht.“

Kann jeder lernen mit Tieren zu kommunizieren?
„Ich denke jeder könnte es theoretisch sofort, es geht eigentlich nur darum seinen Kopf auszuschalten und es passieren zu lassen und hineinzuspüren. Wir haben einen großen Vorteil: unser Gesprächspartner ist schon Profi in Sachen Telepathie 😉 Es klappt natürlich besser, wenn man die Zirbeldrüse, die für die Telepathie verantwortlich ist, etwas trainiert.“

Funktioniert eine Kommunikation immer gleich?
„Nein, leider ist es nicht immer so eindeutig wie bei Siobhán. Manche Tiere erzählen viel abstrakter, so dass meist erst der Besitzer den Bogen schlagen kann oder nicht mal dieser zu diesem Zeitpunkt, dann fällt der Groschen sozusagen erst Monate später 🙂 Und Tiere springen ab und zu in den Zeiten, was manchmal sehr verwirrend ist, weil Zeit für sie nicht so existiert wie für uns.“ 

Ist eine gelungene Kommunikation nur vom Tier abhängig?
„Auf keinen Fall. Es gehört viel mehr dazu, als nur ein Gespräch anzufangen. Die große Aufgabe ist, was man daraus macht. Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass man auf unangenehme Dinge hingewiesen wird. Es ist generell tatsächlich oft der Fall, dass ein Problem des Besitzers vorliegt. Das ist jedoch kein Vorwurf, sondern es ist so, dass unsere Tiere eine Menge für uns abfangen und in Verhalten oder auch körperlichen Symptomen Dinge zeigen, die ihrem Menschen gelten. Unsere Tiere tun mehr für uns, als wir oft wahrnehmen und zwar ganz freiwillig. Sie sehen es als ihre Aufgabe an ihre Besitzer zu schützen und das oft um jeden Preis. Wenn die Besitzer Probleme haben und es schaffen diese dann aufzulösen, geht es den Tieren meist schnell besser. Darum sollte man die Kommunikation nicht nur auf das Tier, sondern auch ein Stück weit auf sich beziehen, auch wenn es nicht direkt angesprochen wird. Wenn Besitzer sich selbst nicht gut reflektieren können, verstehen sie in so einem Fall nicht, was ihre Tiere ihnen sagen wollen und missverstehen die Botschaft und das Empfinden ihrer Tiere. Dann kommt es leider auch vor, dass jemand enttäuscht ist von der Kommunikation.“ 

Bringst du dich selbst ein im Gespräch?
„Im besten Fall nicht. Deswegen möchte ich vorab keine Infos haben, außer Foto, Name und Alter und lese die Fragen erst nach dem ersten Teil des Gesprächs. So kann ich meine Arbeit am besten „kontrollieren“, weil ich sicher bin, dass ich keine Fakten kannte. Danach gebe ich lediglich eins zu eins weiter, was ich erzählt bekommen habe, mit dem dazugehörigen Gefühl, jedoch ohne meine eigene Interpretation. Damit ist meine Arbeit beendet.“

Gab es auch schon einmal ein Tier, das kein einziges Wort mit dir geredet hat?
„Nein, Tiere sind im Allgemeinen sehr dankbar dafür, dass ihnen zugehört wird. Gerade deshalb ist es mir so wichtig, dass es ernst genommen wird, was sie sagen und Änderungswünsche möglichst umgesetzt werden. Jedes Tier hat etwas zu sagen. Das kann sehr traurig oder auch sehr schön sein. Allerdings gibt es natürlich Tiere, die sofort darauf los plaudern und andere, die eher wenige Worte benötigen ;-).“

Führst du die TK auch an deinen eigenen Tieren durch?
„Ich selbst hatte immer Tiere und nun sind es seit 12 Jahren Kaninchen. Natürlich mache ich auch Kommunikationen mit ihnen, jedoch bin ich dabei tatsächlich nicht sicher in wie weit sich mein Kopf dazwischenschaltet – einfach weil ich so nah dran bin :-)“
 
Gibt es ein Tier oder ein Gespräch, das dir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist?
„Es gibt viele besondere Gespräche, denn Tiere sagen einem sehr weise und tiefgründige Dinge. Sie nehmen die größten Schmerzen wie selbstverständlich hin und tragen viel Leid für ihre Menschen mit. Meine erste Kommunikation werde ich nie vergessen. Ich war noch überrascht, dass ich einfach nur mitschreiben musste und die Stute hat mir damals von ihrem Leid als Turnierpferd erzählt und von ihrem neuen Leben. Ihre Besitzerin hat ziemlich geweint, während ich das Gespräch vorgelesen habe und da wurde mir klar, wie richtig ich lag und wie ernst die Sache mit der Tierkommunikation ist. Im Einzelnen spreche ich sonst prinzipiell nicht über die Kommunikationen, weil es meist eine sehr persönliche Sache zwischen Tier und Besitzer ist und somit eine absolut vertrauliche Angelegenheit. Ich habe Siobhán übrigens auch gefragt, ob sie einverstanden ist das Gespräch zu veröffentlichen ;-)“
 
Funktioniert die TK bei allen Tieren?
„Ja natürlich, jedes Tier hat eine Seele.“

Konntest du einem Tier auch schon einmal helfen, weil es z. B. schlecht behandelt wurde?
„Die Tiere werden aktuell selten falsch behandelt, sonst hätten sie keine Besitzer, die sich um eine Tierkommunikation bemühen würden. Aber es gibt fast immer Wünsche oder Behandlungsvorschläge bei Krankheiten oder Angstzuständen. Es kam allerdings schon vor, dass sich z.B. ein Partner, Kinder oder auch eine Reitbeteiligung völlig falsch verhalten haben.“

Und das waren auch schon alle Fragen. Hochinteressant, oder?! Ich glaube, dass die Arbeit als Tierkommunikator wirklich sehr schön sein kann, weil man den Tieren einen Stimme geben kann. Aber mit Sicherheit kann es ebenso nervenaufreibend sein, wenn man schwere Schicksale oder das Leid der Tiere hören kann. Wie gerne würde ich selbst mit meinen Tieren reden können! Wie Jessica ja schon sagte: welcher Tierbesitzer würde das nicht gerne können!? :mrgreen: 

Wenn ihr nun selbst Lust bekommen habt oder neugierig auf eine Kommunikation seid, dann zögert nicht und schreibt Jessica doch einmal an: tier-w-ish@web.de

Sie ist wirklich super nett und wird sich Zeit für euch und euer Tier nehmen. Vielleicht könnt ihr so Probleme oder Ängste aus der Welt schaffen und eine bessere Beziehung zu eurem Tier bekommen 🙂 

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